Vereinsgeschichte

 

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 Vereinsgeschichte SV Bavaria Wiesen 1946 e.V.

1910 – 1920
Alles begann Anfang des vergangenen Jahrhunderts

1920 – 1930
Thüringer Fußball brachte neue Motivation

1930 – 1950
1946 – Die Vereinsgründung
Neubeginn nach Kriegsende – Die Geburtsstunde des SV Bavaria Wiesen

1950 – 1960
Erstes Pokalturnier

1960 – 1970
Endlich ging es richtig los

1970 – 1980
Gründung der Gymnastikabteilung
Bau des heutigen Clubheims

1980 – 1990
Aufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse

1990 – 2000
Erweiterung des Clubheims
50 Jahre SV Bavaria Wiesen

2000 – 2010
Sportlicher Aufschwung
Jugendarbeit als Hauptaugenmerk
Renovierung des Clubheims

1910 – 1920
Alles begann Anfang des vergangenen Jahrhunderts

Aufzeichnungen besagen, dass gegen Ende des 1. Weltkrieges der Fußball in Wiesen Einzug gehalten hat. Die Gründung unserer heutigen Bavaria erfolgte ca. 30 Jahre später. Die Geschichte des Vereins ist die Geschichte vieler Personen, die mitgeholfen haben, den Fußballsport, gepaart mit Geselligkeit, zu etablieren und am Leben zu erhalten.
In den Kriegsjahren 1914 bis 1918 wurde der Fußballsport durch englische Kriegsgefangene, welche auf der Rainwiese mit einer Kugel spielten, in unseren damals noch verträumten Ort gebracht.
Nach der Rückkehr unserer jungen Männer aus dem 1. Weltkrieg waren auch einige dabei, die fern von der Heimat Kontakt mit dem Fußballspielen bekommen hatten. So wurde 1919, unter der Leitung von Johann Schneider, der Verein „Vorwärts“ gegründet. Sofern die Jahreszeit Gelegenheit bot, wurden die ersten Spiele gegen die Nachbarorte ausgetragen. Die Führung des Vereins ging in relativ kurzen Abständen auf Franz Amberg und dann auf Franz Englert über. Mitte der 20er Jahre wurde in der Wiesbütt ein Platz gepachtet und spielbar gemacht. Gespielt wurde ohne Sportkleidung. Die Erfolge waren wechselhaft. Durch Mangel an dem finanziell Nötigsten ließ der Sportgeist rasch nach und die Aktivitäten ruhten.

1920 – 1930
Thüringer Fußball brachte neue Motivation

Ein Schreinergeselle aus Thüringen, namens Richard Bernhard, brachte Ende der 20er Jahre wieder neuen Schwung in den Verein. Es wurde Fußball und Theater gespielt. Aus dem Erlös des Theaterspiels konnten ein Satz Trikots und ein Ball angeschafft werden. 1930 wurde Richard Bernhard 1. Vorstand, Alfred Ritter Schriftführer und Ernst Büdel Kassier. Im Winter 32/33 übernahm Alfred Ritter den Vorstandsposten. In dieser Zeit kam die Machtübernahme durch Adolf Hitler. Das Vereinswesen wurde generell umorganisiert und der Verein wurde dem Bund für Leibeserziehung unterstellt. Der Name Vorwärts musste auf SV Germania Wiesen umbenannt werden. Da die jungen Männer fast alle zu Arbeitsverpflichtungen außerhalb tätig waren, wurde es für den kleinen Verein immer schwieriger, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten . Am 1. Januar 1937 wurde der Vereins- und Spielbetrieb, sofern man es noch so nennen konnte, eingestellt.

1930 – 1950
1946 – Die Vereinsgründung
Neubeginn nach Kriegsende – Die Geburtsstunde des SV Bavaria Wiesen

Nach Beendigung der schrecklichen Kriegsjahre kam gottlob ein Großteil unserer jungen Männer wieder nach Hause. Da das Leben weiter ging, wurde auch bald wieder über Sport diskutiert. Im Winter 1945/46 wurde der SV Bavaria Wiesen gegründet. Mit Freundschaftsspielen und der Teilnahme an Pokalturnieren wurde wieder klein angefangen. Da man sich keine Trikots leisten konnte, wurde in weißen Unterhemden gespielt, was den Namen „Die weiße Gefahr“ einbrachte. Es bleibt zu vermerken, dass die Auswärtsspiele per Fahrrad angetreten wurden. Finanziell war es um den Verein schlecht bestellt. Theaterspiel in den Wintermonaten trug dazu bei, das Nötigste finanzieren zu können. Fußballschuhe wurden im Tauschhandel erworben. Der schmale Sportplatz wurde mittels Überbrückung des Wiesbüttbaches verbreitert. Unter diesen schwierigen Gegebenheiten bemühten sich die Verantwortlichen (bis 1947 Erich Krebs, bis 1948 Kurt Dametz, ab 1948 Alfred Ritter), den Verein am Leben zu erhalten.

1950 – 1960
Erstes Pokalturnier

Im Jahre 1949 wurde das erste eigene Pokalturnier, an welchem 8 Mannschaften teilnahmen, in der Wiesbütt abgehalten. Die Theatereinnahmen erlaubten es, einen Satz Trikots „blau-weiß“ anzuschaffen. Die Teilnahme an der Verbandsrunde 49/50 gestaltete sich sehr mühselig. Die bereits knappe Spielerdecke wurde durch Wegzug, Beendigung der aktiven Laufbahn und Verhinderung wegen auswärtiger Arbeitsstelle immer knapper. Dies führte dazu, dass während der Runde der Spielbetrieb eingestellt werden musste.
Bis zum September 1958 ruhten die Aktivitäten des Vereins. Unter der Leitung des früheren Vorsitzenden Alfred Ritter erfolgte eine neuerliche Gründungsversammlung. Am 04.12.1958 wurde der Verein, nachdem dort eine Altlast in Höhe von 24,67 DM getilgt war, vom BLSV als ordentliches Mitglied aufgenommen. Der Spielbetrieb wurde auf dem Sportplatz in der Wiesbütt ausgetragen. Dieser Platz war jedoch auf Dauer für einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb nicht mehr zumutbar. So wurde im Oktober 1959 durch die Vorstandschaft beschlossen, einen neuen Sportplatz zu bauen. Von der Gemeinde wurde das erforderliche Gelände zur Verfügung gestellt.

1960 – 1970
Endlich ging es richtig los

Am 6. August 1960 wurde das Sportgelände durch Herrn Pfarrer Christ eingeweiht und von Herrn Edgar Kleespies, als Vertreter der Gemeinde, seiner Bestimmung übergeben. Zwischenzeitlich wurde in der C-Klasse Alzenau mit einer 1.- und einer Reservemannschaft am Spielbetrieb teilgenommen. Für eine Jugendmannschaft reichte das Spielmaterial noch nicht aus.
In den folgenden Jahren nahm die 1. Mannschaft an den Verbandsspielen in der C-Klasse Alzenau teil. Die Erfolge waren leider nur sehr mäßig, was zu einem stetig nachlassenden Interesse am Fußballsport führte. So musste in der Verbandsrunde 1963/64 der Spielbetrieb für die 1. Mannschaft wiederum eingestellt werden.
Im Jahre 1964 war es dann soweit, dass erstmals eine Jugendmannschaft zu den Verbandsspielen gemeldet werden konnte. Aus heutiger Sicht war dies der Neubeginn für den SV Bavaria Wiesen. Bereits im 1. Jahr konnte hinter Schöllkrippen der 2. Tabellenplatz erreicht werden, was sich in den Folgejahren auch so fortsetzte. Dies begeisterte und brachte neuen Elan in den Verein. Altersbedingt trat in der Jahresversammlung 1967 der langjährige Vorsitzende Herr Alfred Ritter von seinem Amt zurück. Als neuer Vorstand wurde von der Versammlung Herr Erich Helfrich gewählt. Aufgrund der Jugendarbeit hatte man für die Verbandsrunde 67/68 eine stattliche Anzahl von Spielern für die Seniorenmannschaft, so dass man wieder den Spielbetrieb in der C-Klasse aufnahm. Die Erwartungen waren aufgrund der guten Vorbereitung hoch gesteckt, konnten jedoch nicht erfüllt werden. Die Mannschaft belegte in den Folgejahren Plätze im Mittelfeld bzw. im hinteren Drittel. Auf dem Sportgelände wurde im Laufe des Sommers 1968 eine Umkleidehalle errichtet, welche auch bei schlechtem Wetter Schutz bot. Gleichzeitig wurden Strom und Wasser an das Sportgelände gelegt. Durch die erstellte Lichtanlage konnte über das gesamte Jahr hinweg der Trainingsbetrieb gestaltet werden.
An Pfingsten 1971 wurde in der festlich hergerichteten Dreschhalle das 25 jährige Vereinsjubiläum zünftig gefeiert.

1970 – 1980
Gründung der Gymnastikabteilung

1972 wurde der Verein um eine Gymnastikabteilung erweitert, welcher damals 80 Frauen und Mädchen angehörten. Im gleichen Jahr wurde die Jugendarbeit durch eine B- und C-Jugendmannschaft intensiviert. Das Sportgelände bedurfte der Generalüberholung. Im Herbst 1973 wurden ca. 300cbm Mutterboden aufgefüllt und neu eingesät. Im Sommer 1974 fand die Einweihung des herrlichen Rasenplatzes, in Verbindung mit einem Pokalturnier, statt.

Bau des heutigen Clubheims
Die Generalversammlung am 28.01.1973 brachte einen Führungswechsel. Nach 6jähriger erfolgreicher Amtszeit legte Erich Helfrich sein bisheriges Amt nieder. Als neuer Vorstand wurde Herr Alois Büdel von den Mitgliedern bestätigt. Zu Beginn des Jahres stellte sich der Verein eine große investive Aufgabe, den Bau eines Vereinsheimes. Im Mai 1974 wurde der Grundstein gelegt und bereits im Spätherbst war es soweit, dass Spielersitzungen und Versammlungen im gemütlichen Aufenthaltsraum abgehalten werden konnten. Im Frühjahr 1975 wurde der Innenausbau fertig gestellt. Diese rasche Fertigstellung war vor allem auf den uneigennützigen Einsatz der Mitglieder und die großzügige finanzielle Unterstützung durch das Bürgerliche Brauhaus Wiesen zurückzuführen. Um eine optimale Koordinierung des Vereinslebens in unserem Ort zu gewährleisten, schlossen sich die Ortsvereine zu einem Vereinsring zusammen. Eine der ersten großen Aufgaben dieser Institution war der Ausbau der zwischenzeitlich ausgedienten Dreschhalle zu einer Festhalle. In vielen Stunden wurde die ergraute Dreschhalle zu einer schmucken Festhalle umgestaltet. Sie bietet nunmehr den Vereinen und somit auch unserem Verein die Möglichkeit in größerem Ausmaß in ausgezeichneter Atmosphäre gestalten zu können.
Die Wiesener Kirb, welche zu den festlichen Attraktionen unseres Ortes zählt, wurde im Jahre 1975 erstmals durch unseren Verein in der Dreschhalle gestaltet. Um die Haftungsverhältnisse zu sichern und um die Vorraussetzungen für finanzielle Unterstützung durch Landkreis und BLSV zu schaffen, wurde eine Vereinssatzung erstellt und der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Der Mitgliederstand war zwischenzeitlich auf 150 Personen angewachsen. Während der Amtszeit von Alois Büdel erfolgte auch die Gebäudeerweiterung. Leider musste er viel zu früh von uns gehen. Sein sehnlichster Wunsch, einmal die C-Klassenmeisterschaft zu erringen, blieb Ihm leider versagt. Für den SV Bavaria Wiesen wird Alois Büdel unvergessen bleiben.
1978 etablierte sich eine AH-Mannschaft.
Der bislang 3. Vorsitzende, Reinhard Krebs, wurde 1980 zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Intensive Jugendarbeit, gute Trainingsarbeit und eine insgesamt positive Vereinsatmosphäre in den letzten Jahren brachten schließlich auch den sportlichen Erfolg.

1980 – 1990
Aufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse

Im Jugendbereich bildete der SV Bavaria Wiesen 1978/79 erstmals eine Spielgemeinschaft mit dem KSV Heinrichsthal, die sich positiv auf die zu Verfügung stehende Spielerdecke der einzelnen Mannschaften sowie folglich auf deren Erfolg auswirkte. So konnten die B-Jugend im Spieljahr 80/81, die C-Jugend 81/82 sowie die A-Jugend 82/83 jeweils die Meisterschaft erringen.
Die sportliche Weiterentwicklung in den Jugendmannschaften konnte man jedoch auch in der 1. Mannschaft erkennen. In der Spielrunde 82/83 gewann die Seniorenmannschaft den Meistertitel in der C-Klasse und war somit berechtigt, in der B-Klasse zu spielen.
Die erfreuliche Entwicklung der sportlichen Aktivitäten, die in mittlerweile sieben Mannschaften zum Ausdruck kommt, stellte an den Verein neue Anforderungen. Ein neues Spielfeld war notwendig. 1982 wurden 11.000 qm Gelände im Anschluss an den bestehenden Sportplatz gekauft. Nach 4 jähriger Planungs- und Bauzeit konnte am 12.Juli 1987 eine wunderbare Rasenanlage, im Rahmen eines Pokalturniers, ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Baukosten bezifferten sich auf 385.000,- DM, woran sich die Gemeinde großzügig beteiligte.
In den Jahren 1984/85 wurde der 1. Vorsitz von Herrn Hubert Kleespies übernommen, ab dem 01.03.1986 ging der Vorsitz wieder an Herrn Reinhard Krebs über.
Ein festliches Ereignis war die Feier zum 40-jährigen Vereinsjubiläum am 20.Mai 1986 in der schmucken Dreschhalle. Verdiente Funktionäre wurden im Rahmen der Festveranstaltung mit der goldenen bzw. silbernen Ehrennadel des BLSV ausgezeichnet. Eine Reihe von Gründungsmitgliedern, sowie Mitgliedern, die über 30 Jahre hinweg dem Verein Ihre Treue hielten, wurden geehrt.
10 Jahre lang konnte sich die 1. Seniorenmannschaft in der B-Klasse behaupten. Im Spieljahr 86/87 war mit dem Erreichen des 3. Tabellenplatzes der bislang größte sportliche Erfolg in der Vereinsgeschichte zu verzeichnen. Nach 4-jähriger Bauzeit konnte im Juli 1987 das neue Rasenspielfeld seiner Bestimmung übergeben werden. Dies konnte nun auch von Mannschaften einer neuen Altersklasse genutzt werden. Die E-Jugend nahm erstmals den Spielbetrieb auf einem Kleinspielfeld auf und ergänzte somit die Anzahl der Mannschaften im Verein nach unten.
In der Spielrunde 93/94 der 1. Mannschaft konnte der Verbleib in der B-Klasse nicht mehr gesichert werden, was zum Abstieg in die C-Klasse führte. Die wesentliche Ursache für den Abstieg war, dass im Laufe der letzten 3 Spieljahre zu wenig Jugendspieler für die 1. Mannschaft nachrückten, um das Ausscheiden der Spieler, die der Mannschaft von Beginn an angehörten, zu kompensieren. Es wurden vereinsseitig vielerlei Anstrengungen, wie das Anwerben von auswärtigen Spielern, das Engagieren eines neuen Trainers, unternommen. All diese Maßnahmen führten jedoch nicht zum Erfolg, was durch nur einen Sieg in der Runde 93/94 eindeutig belegt wurde. Mit einem Punkteverhältnis von 9:47 und einem Torekonto von 31:71 verabschiedeten wir uns mit der 1. Seniorenmannschaft aus der B-Klasse. Die Zeit für einen Neuaufbau war gekommen. In den Folgejahren erwies es sich jedoch als äußerst schwierig, genügend Spieler aus dem Juniorenbereich in der Seniorenmannschaft zu integrieren. Die Spielerdecke blieb dünn und bremste die Hoffnungen einer schnellen Regeneration des Teams. Die Zeit war folglich geprägt durch einen regen Trainerwechsel im Kreise der Bavaria.

1990 – 2000
Erweiterung des Clubheims

Im Jahre 1995 wurde das Vereinsheim um weitere Räumlichkeiten erweitert. Die engen Mannschaftskabinen und nur ein Duschraum machten einen Anbau an das bisherige Gebäude notwendig. Hier wurden die bisherigen Kabinen zur Gästekabine mit großem Duschraum im alten Gebäudeteil umgebaut, sowie die Heimkabine mit Duschraum, ein Geräteraum und eine Schiedsrichterkabine angebaut. Später ergänzte die Erweiterung der Flutlichtanlage auf dem alten Sportplatz die nun optimalen Bedingungen für Trainings- und Spielbetrieb.

50 Jahre SV Bavaria Wiesen
Im Juni 1996 wurde das 50-jährige Vereinsjubiläum in der festlich geschmückten Dreschhalle gefeiert. Dabei wurden langjährige Mitglieder geehrt. Zum Jubiläum zählte der Verein mittlerweile nahezu 250 Mitglieder.

2000 – 2010
Sportlicher Aufschwung

Durch die Integration junger Spieler wuchs die Spielerdecke Ende der 90er Jahre langsam an und damit auch der sportliche Erfolg. Mit dem neuen Team fand sich wieder eine erfolgshungrige Mannschaft, die auch durch einen traditionell guten Zusammenhalt geprägt war. So konnten in den Spielzeiten 1999/2000 und 2000/2001 jeweils die Vizemeisterschaft in der A-Klasse Alzenau errungen werden. Die nachfolgenden Relegationsrunden um den Aufstieg in die Kreisklasse waren zwar erlebnisreich, den Aufstieg verpasste die Mannschaft jedoch jeweils knapp, bis es schließlich ein Jahr später zur Meisterschaft in der A-Klasse Alzenau reichte und nach 8 Jahren Abstinenz der direkte Aufstieg in die Kreisklasse folgte. Im Februar 2001 trat Reinhard Krebs nach 21 Jahren als 1. Vorsitzender zurück. Bisheriger 2. Vorstand Günter Fleckenstein sowie Jörg Griebel und Hubert Büdel-Hartmann übernahmen erstmals in der Vereinsgeschichte als drei gleichberechtigte Vorstände das Ruder. Zur Hauptversammlung 2004 übergab Hubert Büdel-Hartmann sein Vorstandsamt an Uwe Fleckenstein.

Jugendarbeit als Hauptaugenmerk
Um den Spielbetrieb im Verein nachhaltig zu sichern, konzentrierte sich die neue Führung hauptsächlich auf die Etablierung der Jugendarbeit. Neben der Durchführung von Zeltlagern, Stadionbesuchen, Familien- und Juniorentagen wurde eine Kooperation mit der Fußballschule Untermain sowie mit der Grundschule Wiesen geschlossen. Außerdem wurden die Juniorentrainer in einer dezentralen Trainerausbildung des BFV in Wiesen geschult. Mit dem qualifizierten Mannschaftstraining in Verbindung mit dem von der Fußballschule Untermain geleiteten Zusatztraining in den Altersklassen U9 und U11 sowie vielen Aktivitäten rund um das runde Leder findet die wachsende Juniorenabteilung sehr gute Bedingungen vor. Zur Finanzierung der Anstrengungen wurde ein Sponsoring erstmals in dieser Art installiert. Mehr als 30 Firmen aus dem Ort und dem Umfeld können für die Teilnahme an über 100m Bandenwerbung gewonnen werden. Zusätzlich konnten die Einnahmen durch die Einrichtung einer VIP-Mitgliedschaft gesteigert werden. Die Teilnahme von 170 (!) Personen förderte zusätzlich den Zusammenhalt des gesamten Vereinsumfeldes. Die Früchte der breiten Aktivitäten konnte die Vereinsführung um Jugendleiter Friedhelm Kleespies bald ernten. Neben zahlreichen Erfolgen im Kleinfeldbereich und in Pokalturnieren konnte mit dem zweimaligen Aufstieg der U13-Mannschaft durch die Meisterschaft 2006 und der Vizemeisterschaft der Kreisklasse Aschaffenburg 2007 in die zweithöchste Spielklasse, der Kreisliga Aschaffenburg, der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte im Juniorenbereich verzeichnet werden. Erstmals seit vielen Jahren bestand diese Großfeldmannschaft wieder ausschließlich aus Wiesener Eigengewächsen. Die Wiesener Juniorenmannschaften gehören zu dieser Zeit zu den erfolgreichsten Teams im Fußballkreis.
Die Erste Mannschaft musste zwischenzeitlich einige altersbedingte Abgänge hinnehmen, die schließlich wieder zum Abstieg in die A-Klasse Alzenau im Spieljahr 2005/2006 führte. Hier soll die Integration der erfolgreichen Juniorenspieler in den nächsten Jahren den Kader der Ersten Mannschaft nachhaltig stärken.

Renovierung des Clubheims
In den Jahren 2002 bis 2007 wurde das Clubheim in verschiedenen Bereichen erneuert. Nach der Renovierung der Toiletten und dem Pflastern der gesamten Parkflächen rundum das Gebäude, sowie der Erneuerung der Spielplatzanlage wurde das Sportgelände außerdem mit einer Überdachung der Verkaufsstelle an Heimspielen und einer Gerätehütte erweitert.

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